Was Borderlands angeht, so schwirrt dieser Bergriff seit der Games Convention 2006, also seit mehr als drei Jahren bei mir herum. Ich konnte mir darunter allerdings nie etwas vorstellen, da es einfach noch zu früh war.
Erst seit einem halben Jahr, nachdem auch endlich Trailer und Screenshots released wurden hatte ich eine Vorstellung worum es geht.
Tja und nun schreibe ich einen Bericht darüber.
Scheiss die Zeit vergeht.
Wie auch immer. Momentan bin ich voll im Borderlands Fieber und würde am liebsten sofort weiter zocken. Aber die Pflicht ruft und deswegen ein kleiner Bericht was warum und überhaupt Borderlands ist.
Story:
Willkommen auf Pandora. Dem wahl abgefucktesten Planeten, auf dem ausser Sand und Steinen nicht wirklich etwas exisitert. Ausser ein paar Outlaws die auf der Suche nach etwas grossem sind.
Einem Schatz.
Irgendwo auf diesem Planeten soll ein Schatz exisitieren, weshalb auch Ihr auf dieses Stück Fels gekommen seid. So zumindest die freie Übersetztung des Intros.
Leider würde ich Euch gerne ein wenig mehr erzählen aber im Moment gibt es nicht mehr.
Grafik & Hardware:
Was es jedoch gibt, ist eine mehr oder weniger bunte Welt die direkt einlädt diese zu erkunden. Wer sich schon den ein oder anderen Screenshot angesehn hat wird wissen das Borderlands mit einem Grafikstil aufwartet der mehr in Richtung Comic geht. Fotorealismus ist hier fehl am Platz.
Und ich muss sagen. Es passt einfach. Was Gearbox dadruch gelungen ist, wird einem erst auf dem zweiten Blick klar. Nicht nur das man sich merklich Performance einspart, es ist auch nicht zwangsläufig nötig die weitläufigen Gegenden mit irgendwelchen Kleinkram vollzustopfen.
In Comics werden weiter Landschaften meist auch nur durch einen Strich gezeigt

Dennoch sieht das Gesammtbild sehr sehr lecker aus in das man sich schnell verliebt.
Krasser Gegensatz dazu sind die geschlossenen Level wie z.B. das Save House von Sledge. Hier protzt Borderlands mit einem detailverliebten Leveldesign das ebenfalls keine Leistungseinbussen zeigt.
Settings:
Borderlands wird als der erste RPG Shooter bezeichnet, nun da möchte ich dagegen sprechen. Denn für mich war S.T.A.L.K.E.R. der mit diesem "nimm Missionen an, laufe von A nach B evtl. nach C und wieder nach A" Ding angefangen hat.
Was Borderlands angeht so sind die Quests allerdings wesentlich interessanter verpackt. Für den fahrbaren Untersatz muss man z.B. erstmal ein Teil besorgen das von Outlaws bewacht wird oder liegt z.B. in einem LEvel ein Roboter herum der ein Repairkit braucht das irgendwo im Level versteckt ist usw.
Sicherlich klingt das jetzt nicht interesant, wenn man im Spiel ist, ist es das auf jeden Fall. Man jagt jeder kleinigkeit hinterher.
Handling:
So z.B. auch den Waffen und Gegenständen die man massenweise im Spiel findet. Und hier kommt jetzt die grösste Stärke des Spiel zu gute. Denn Borderlands spielt sich einfach genial. Ein dermasen gutes Waffenfeedback habe ich selten erlebt und dazu kommt das jede Waffe ihre eigene Eigenart hat.
Ich möchte nur mal ein kleines Beispiel geben mit den Waffen die ich derzeit habe. Die Combat Rifle ist zwar derbe langsam was das Nachladen angeht, hat dafür aber eine so derbe Durchschlagskraft das ich diese nicht hergebe.
Als Ausgleich habe dafür eine Submachine Gun die superschnell ist, gute Critical Damage macht, aber nicht so viel Schaden abzieht. Und als krönung des ganzen eine Sniper Rifle die, was den Damage angeht,nur noch böse ist, dafür aber ein bescheidenes Handling hat.
Anders gesagt, jede Waffe wird aufgehoben, kontrolliert, verglichen und wenn sie nicht passt, verkauft.
Ein weiterer Punkt sind natürlich die Erfahrungspunkte oder kurz XP die man sich im Spiel erschiesst oder verdient. Je höher man mit dem Level ist, desto mehr grösser ist der DMG bzw. die HP oder sonst was. Normaler RPG Schmu sollte man denken. Allerdings ist es in Bordferlands so das man es einfach merkt wenn man einen Levelsprung gemacht hat.
Die Waffen bzw. die Atribute verhalten sich komplett anders und dem Level entsprechend. Zusätzlich zu den normalen Leveln gibt es auch extra Punkte die man verteilen kann. Ich hab zwar noch nicht herausgefunden wann man diese bekommt, aber mit diesen lassen sich z.B. ebenfalls nochmal die HP steigern, der DMG oder die Spezialfähigkeit des entsprechenden Characters beeinflussen.
Sound & Atmosphäre:
Ein weiterer grosser Punkt im Spiel ist die Atmosphäre.
Borderlands ist zwar mit Fallout und S.T.A.L.K.E.R. im Genre der RPG Shooter angesiedelt, spielt jedoch durch seine Aufmachung in einer komplett eigenen Liga (meine Meinung)
Alleine dieses Comiclastige Endzeit Steampunk Look verleiht dem Spiel etwas besonderes. Jede Figur wird extra in Szene gesetzt hat ihre eigenen kleinen Eigenarten die voll ausgelebt werden. Es ist schwer zu erklähren wenn man es nicht schon gesehen hat.
Alleine schon dem kleinen Claptrap zu zuschaun macht einfach Spass.
KI:
Leider hinkt Borderlands was die KI angeht. Die Gegner sind zwar gewitzt und auch teils stark aber so richtig schlau sind sie auch wieder nicht. Aber die Abwechslung ist gegeben. So gibt es alleine von den Viechern die in der Wildniss herumlaufen dutzend Unterarten.
Genauso was die anderen Gegner angeht. Brutalos, die mit ihrer Schrotflinte ala Terminator auf einem zumarschieren, Psychos die sich selbst in die Luft jagen oder Scharfschützen die nur auf den entscheidenden Schuss warten.
Und selbst wenn man mal drauf geht, kann man sich das Grinsen fast nicht verkneifen, da es teilweise mit so einer Situationskomik passiert.
Multiplayer:
Jetzt werden die meisten wahrscheinlich hellhörig, aber den Part muss ich leider auslassen. Ich habe es bislang noch nicht geschafft Online zu spielen obwohl es mich so derbe reizen würde. Gott Lob macht das Spiel im Singleplayer Mode auch Spass. Ich werde aber für den GoThrough Bericht versuchen mal ein Coop-Match zu spielen.
Fazit:
Borderlands hat das potential Spiel des Jahres 2009 zu werden. Ich bin, obwohl ich erst im zweiten "Level" bin und gerade mal Level 16 oder 17 mehr als begeistert und gespannt was mich bis Level 50 noch so alles erwartet.