Besser als zu diesem Datum würde der Firstlook zu Condemned wohl kaum passen.
Lang lang hat es gedauert bis ich es installieren konnte und ich muss mich dafür eigendlich schon wieder in Arsch beissen warum ich nicht früher meine Festplatte leer gemacht hab.
Das Game ist heftig. Anders kann ich es derzeit nicht bezeichenen.
Ich hatte ja schon mal einen Bericht über das Game geschrieben (
Link zum Bericht) und es mit Shootern wie Kingpin und Manhunt verglichen.
Ich bin zwar noch nicht weit aber vergesst das ganz schnell weider. Condemned hat nichts, aber mal so überhaupt nichts damit zu tun.
Story:
Die Story nochmal kurz. Man spielt den FBI Agenten Thomas und befindet sich mitten in einem Mordfall. Man kann es sich ungefähr so vorstellen wie den Anfang von Sieben, wo der sicke Mann gefunden wird. Düster, dunkel und dreckig.
Man erfährt, so wie ich das mit meinem englischkenntnissen herausgefunden hab, das es sich um einen Serienkiller handelt der so brutal wie schon lange keiner mehr vorgeht. Im Laufe der Szene wird klar das sich der Mörder einen Stock über ihnen aufhält. Sie werden aufgefordert den aktuellen Standort zu sichern bzw. nach dem Mörder zu suchen. Der Sergant und ein Wachmann versuchen derweil den Typen über die Feuerleiter zu stellen.
Naja und man bekommt den ersten Eindruck was in dem Game abgeht. Es ist ein Shock-Shooter. Sowas wie DooM³ und F.E.A.R., blos mit einer ungeschwärzten Brutalität wie schon lange nicht mehr gesehen.
Hardware:
Das das Game die Komplette Dual-Layer DVD auf die Festplatte kopiert ist selbst in der heutigen Zeit noch eine Frechheit. Man muss acht Gigabyte frei bekommen um es installiert zu bekommen. Musste leider Half-Life ² daran glauben.
Das Spiel bietet ausserdem ein Auto-Tweaking das die Leistungs-Einstellungen einigermasen an das System anpasst.
Allerdings lässt sich noch einiges mehr herausholen, da es derzeit richtig flüssig, mit wirklich guter Grafik und ohne jegliche ruckler läuft.
Settings:
Man wird mehr oder weniger mitten in das Spielgeschehen geworfen. Man muss öfter in die Control-Settings schauen um die Tastenbelegungen heraus zu finden. Die Benutzten und Taschenlampen Tasten werden schnell zu euren besten Freunden gehören.
Schönes Feature ist das der bislang gesamte Text im Spiel, also Hinweise, Untertitel und Menüs, trotz englischer Original Version in Deutsch sind.
Grafik:
Die Grafik ist Hammer. Düster, dunkel und dreckig hatte ich ja schon erwähnt. Licht fällt durch die Fenster und man hat einen Echtzeitschatten, den man mit Anti-Analising und Rendering noch herausputzen kann. Dazu kommt eine "Wannnabe" HDR Version die sich allerdings mit anderen Engines durchaus sehen lassen kann.
Zwischensequenzen sind ala DooM³ in InGame Rendering gehalten und die Gesichtsausdrücke sind, wenn auch ein wenig an Comics angelehnt gut gelungen.
Schönes Details am Rande ist auch der Motion Blur beim schwingen der Waffen. Dazu kommt das die Tools zum Spurensuchen ihre eigenen Grafischen Gimmicks haben. Da leuchtet das Blut Violett und die Fingerabdrücke Gelb.
Ich hab Grafisch noch nicht alles ausprobiert, es gibt aber jede Menge Einstellungsmöglichkeiten.
Sound:
Vom Sound ist das Spiel einwandfrei. Es wurde alles vertont. Eimer fallen mit dem entsprechendem Sound um, die Gegner werfen einem Kraftausdrücke entgegen und die dumpfen Hintergrundgeräusche setzten dem ganzen nochmal ein drauf.
Ob es Musik im Hintergrund gibt kann ich nicht sagen. Ist mir ehrlich gesagt noch nicht aufgefallen.
Atmosphäre:
Die Atmosphäre ist bedrückend. Man erwartet hinter jeder Ecke einen Gegner und meist tauchen sie genau da auf wo man sie am wenigsten vermutet. Man darf es nicht mit DooM³ vergleichen wo sich die meisten Gegner angekünigt haben.
Man läuft in engen Gängen von unverputzten Fertighäusern und hört über einem das Trampeln und schiessen der andernen. Dann fällt vor einem ein Kübel um.
Man bleibt stehen weil man einen Gegner erwartet doch nichts passiert.
Man geht weiter und auf einmal kommt links ein Maskierter Typ aus der Pressspan Platte geflogen und wie einem das Stück Holz das er bei sich hat in die Fresse schlagen.
Die Pistole die man kurz hatte und die einem der vermeintliche Killer abgenommen hat, ist weg. Also Schnappt man sich das nächst gelegene Eisenrohr und zieht es seinerseits ihm drüber.
Leider sind die Gegner durch eine neue Droge so zugedröhnt das man mehrfach auf sie einschlagen muss.
Das beschreibt ungefähr die jetztige Situation von mir.
KI:
Die KI ist super. Die Gegner schmeissen mit sachen nach einem, die auch Schaden machen, und verstecken sich danach hinter Mauern und Betonsäulen. Wenn man mit der Taschenlampe draufhält kommen sie nicht heraus. Erst wenn man die Lampe weghält bzw. ausmacht stürmen sie auf den Spieler ein.
Anders herum sehen sie allerdings nichts im dunkeln, also geht man leise wo anders hin und zieht ihnen die Axt oder den Vorschlaghammer der in der Ecke gelegen hat über den Schädel.
Fazit:
Das Game ist brutal gehalten und hat umsonst auch nicht die USK nicht geschafft. Der Text ist roh und das Gameplay geht sehr in Richtung Manhunt. Schleichend durch unbekannte Zonen wo jeder einem auflauert um einen ohne Gnade zu killen.
Das Spiel sollte überlegt gekauft werden, den es ist wirklich hart und es kann sein das es von einigen nicht vertragen wird.
Allerdings hat es in meinen Augen bislang auf jeden Fall verdient in die Shooter Hall of Fame einzufahren um sich den Titel "Hardest Game Ever" zu sichern.