Jau, nach langem warten ist endlich wieder Kohle auf dem Konto das auch gleich eingesetzt wurde. Gegen jeden Trend (heute war release von Alarmstufe Rot 3) habe ich mir zwei Spiele geholt wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
Zum einen Farcry2, auch wenn ich bislang nur negativ Kritik gehört habe, und zum anderen ein Spiel das ich erst seit kurzem aber dafür sehr intensiv ins Auge gefasst habe.
Dead Space wurde schon seit den ersten Szenen verurteilt mal wieder eines dieser brutalen, menschenverachtenten Spiele zu sein ohne Sinn und wo man nur drauf losballert

Ein Grund mehr es zu holen.
Und zwar als UK Uncut
Story:
Mittlerweile bin ich schon im dritten Akt. Da ich Euch aber nicht das Spiel vermiesen will erzähle ich nur mal das Intro und ein paar Schnipsel davon, was bislang abgegangen ist.
Die USG Ishimura, ein Planetenzerstörer der die Resourcen aubeutet, ist verschollen bzw. es antwortet nicht auf Funkrufe. Deswegen wird die USG Kellion (fragt mich nicht was USG heisst) auf einen Erkundungsflug geschickt um herauszufinden was los ist.
Auf diesem Schiff arbeitet unteranderem auch unser Protagonist "Isaac Clarke" als Mechaniker. Als die Kellion schliesslich die Ishimura erreicht und ebenfalls nicht auf die Funksprüche reagiert versucht die Kellion anzudocken, was allerdings gewaltig schief geht.
Das Schiff landet mehr oder weniger als Totalschaden im Hangar.
Angekommen macht Ihr Euch auf die Suche nach, ja nach was eigentlich? Antworten vielleicht was mit dem Schiff und der Crew passiert ist.
Begleitet werdet Ihr dabei bzw. Ihr werdet von Security Officer Zach Hammond und Kendra Daniels, der technologie Expertin die ebenfalls an Board der Kellion mitgeflogen ist, angewiesen mit zu kommen.
Nach der ersten Türe erwarten Euch schon die ersten Aufgaben und Hindernisse die Euch per InGame HUD eingeblendet werden und die Ihr nun erfüllen müsst. Leider passiert etwas, das keiner erwartet.
Grafik:
Leider kann ich den Text nicht so gradios darstellen wie es das Spiel macht. Die ersten Szenen sind der Hammer. Der Anflug auf die Ishimura alleine präsentiert sich nicht etwa in einem vorgerenderten Video sondern in Echtzeit. Man schaut ins weite nichts des Alls, wo längseits eines Planeten und ein paar Trümmer das gigantische Schiff schwebt. Hinter einem Felsen taucht die Sonne auf und lässt Euch erstmal zwinkern.
Dazu taucht sie die Brücke in ein helles Licht das von den Gegenständen und den Figuren zurückgeworfen wird. Wenn Hammond dann mal kurz in der Sonne steht sind seine Umrisse kaum zu erkennen.
Also einfach gesagt, HDR und Lightshading Effekte vom feinsten.
Genauso was die HUD angeht. In Dead Space gibt es keine störenden Menüs die das Game anhalten. Sämtliche Events, ob es jetzt Audiologs, Videologs oder nur das Inventory sind, laufen in Echtzeit ab. Sprich, wenn man zur falschen Zeit, am falschen Ort im Menü herumkramt, hat man verloren.
Hardware:
Das wirklich faszinierenste ist allerdings, das ganze läuft ohne einen einzigen Ruckler oder Bug. Das Spiel läuft so flüssig wie schon lange keins mehr. Dabei stehen allerdings meine Grafikeinstellungen auf Maximum bei 1024x768.
Selbst die in die HUD eingebundenen Videos laufen ohne einen einzigen Ruckler.
Beeindruckt bin ich allerdings von der Ladezeit. Es gibt nämlich keine, also fast keine.
Nein, es gibt keine. Ich hab auf "New Game" geklickt und das Spiel hat angefangen. Ich hab die Akte gewechselt und es gibt eine 3-4 Sekunden lange Ladezeit. Dann läuft man wieder in einem Level für das man wahrscheinlich eine Stunde braucht.
So macht spielen Spass. Da kann sich so mancher anderer Shooter..... ach was, so manch anderes Spiel eine dicke fette Scheibe abschneiden.
Gameplay:
Der erste Einstieg ins Spiel war eine ziehmliche Umstellung, da so manches gegenüber einem normalen Shooter anders läuft. Zum Beispiel ist die Linke Maustaste nicht Schiessen sondern ein Meele Angriff der dem Gegner die Waffe um die Ohren haut.
Hingegen ist die rechte Maustaste Aiming. Wie soll das gehen wenn man nicht schiessen kann?
Ganz einfach, man Aimt und dann schiesst man. Einige werden jetzt stutzen aber keine Panik, das Spiel ist nicht so schnell wie DooM oder Half-Life. Man kann sich bei den Gegnern Zeit lassen.
Die Frage ist bloß, wie lange noch.
Im späteren Spielverlauf bekommt unser Held auch noch ein paar kleine Extras wie "Statis", eine Art Bullet Time das die Gegner einfriert oder Telekinese. Der Vergleich mit BioShock ist nicht weit.
Aber es gibt auch noch andere Arten einen Gegner zu töten. Waffen gibt es im Spiel auch. Zwar glaube ich nur vier, aber die reichen völlig.
Zusätzlich zu den Fähigkeiten gibt es auch noch Power Nodes, die es in speziellen Upgrade Stationen erlauben die Fähigkeiten von Waffen und Rüstungen auszubauen. Allerdings ist das bislang eine ziehmlich quälende Angelegenheit da die Nodes im Shop unsummen kosten und im Spiel fast nicht auftauchen.
Dazu kommt das dass Upgradesystem ziehmlich unübersichtlich und man bis auf Health und den ein oder anderen Powerboost für die Waffe sowieso nicht zum Uppen kommt. Aber mal schaun, kann sich ja noch ändern.
Hab ich was vergessen?
Ach ja, da gibt es ja noch die Gegner

Mal abgesehn davon das Ihr mal wieder gegen Eure eigenen Ängste kämpft um in einen Raum oder einen Gang entlang zu gehen, habt Ihr die "Necromorphs" am Hals. Die mutierte, frühere Besatzung der Ishimura.
Vergesst alles was Ihr Euch in den letzten Shootern angeeigent habt. Kopfschüsse Zählen in Dead Space nicht mehr. Ballert einem Necromorph die Rübe runter und er läuft auf Euch zu wie ein Huhn das man den Kopf abgeschlagen hat. Nur mit dem Problem das dieses Huhn bisweilen zwei grosse Sicheln als Hände hat und damit auf Euch einschlägt.
In Dead Space heisst es "Gibben" was das Zeug hält. Ballert die Füsse und die Arme ab und Ihr seid das Vieh los.
Sound:
Bislang habe ich von Dead Space nur geschwärmt und Ihr werdet es vermuten, es geht weiter.
Der Sound ist Hammer. Wenn man durch die Ishimura läuft, dann meint man jede Schraube zu hören. Die Soundkulisse von Dead Space übertrifft ebenfalls so manches Spiel.
Als kleines Beispiel. Man ist auf der Suche nach einem Schlüssel der einem den Zugang zum Train System des Schiffes ermöglicht. Dabei muss man die defekte Tram austauschen. Später sieht man die kaputte Tram dann in einer Halle baumeln, die ab und zu gegen die Wände und Brüstungen der Metalstege, auf denen man sich befindet, schlägt. Jedesmal ertönt ein fast Ohrenbetäubender und druchdringender Lärm der einem kalt den Buckel runter läuft.
Atmosphäre:
Dead Space braucht sich in Sachen Atmosphäre ebenfalls nicht zu verstecken und steckt so manchen Psycho-Horror Klassiker wie DooM³ und F.E.A.R. ohne Probleme in die Tasche. Die Gänge sind dunkel und beklemmend. Man denkt eigentlich an nichts böses und will ala Gordon Freeman nur seine Aufgaben erfüllen die einem Hammond vorgibt.
Man geht auf eine Türe zu und erwartet schon wieder das schlimmste. Stattdessen muss man mit seiner Telekinese eine Energiezelle, in die dafür vorgesehene Öffnung schieben, damit die Türe aufgeht.
Nachdem man die Türe aufgemacht hat, verwischt der ganze Bildschirm und man realisiert das man im Luftleeren Raum steht. Doch ausruhen sollte man sich jetzt erst recht nicht denn die Zeit läuft, da einem die Luft nach 60 Sekungen ausgeht.
Man stürmt also los, doch leider versperrt einem kaputte Teile des Schiffes den Weg und man muss seinen Weg weiter suchen.
Das musste ich jetzt kurz reinbringen da dieser Abschnitt im zerstörten Schiff wirklich genial ist.
KI:
Joa, KI. Kann man von Mutanten sagen das sie eine KI haben? Eigentlich nicht. Aber brauchen sie auch nicht. Dennoch macht es einen riesen Spass gegen sie vorzugehen.
In Sachen "Penetrante Gegner" war und ist Jericho eigentlich bislang ungeschlagen. Keine Sorge bleibt es auch. Die Gegner in Dead Space sind dagegen Kinderkram. Nur um mal einen kleinen Vergleich zu machen. Der grosse kommt dann beim "GoThrough"
Fazit:
Obwohl ich erst seit kurzem von Dead Space weis, ist es mein Spiel 2008. Es macht Spass wie schon lange kein Spiel mehr. Das glaub ich kann man auch an der Länge des Berichtes erkennen.
Ich freue mich darauf die USG Ishimura weiter zu erkunden und herauszufinden was eigentlich passiert ist.