Vorwort: Stammleser wissen das ich nicht gerade derjenige bin, der einem Trend hinterher läuft. Und ohne jetzt rot zu werden, kann ich glaub ich behaupten das ich das bislang auch geschafft habe.
Ich versuche immer meine eigenen Ideen zu verwirklichen. Dieses "Web 2.0" Dingens, Ihr wisst schon
Es gibt allerdings eine Sache, die ich schon seit langer Zeit machen wollte, aber nie den Sinn bzw. Ansporn dafür hatte. Naja, bis jetzt. Und das Ergebniss seht Ihr ja gerade.
Zugegeben auf den ersten Blick nichts besonderes, da jede grössere Webseite, die sich mit Spiele beschäftigt, diese Rubik besitzt. Aber ich habe oben erwähnt, das, wenn ich etwas mache, mein Ding durchziehe. So wie auch hier.
So bekommt ein Spiel auch nur den Titel "Game of the Year", das ich selbst gespielt habe und mich von Anfang bis Ende an den Rechner gefesselt hat.
Und falls mal ein "Offizieller" hier drüber stolpert. Ihr könnt Euch auf den Titel wirklich etwas einbilden, den nach all den Jahren bin ich mittlerweile ziemlich kritisch geworden und schwer zu beeindrucken
Borderlands 2009 war mit "Fallout 3", "S.T.A.L.K.E.R. - Call of Pripjat" und wenn ich es dazu zählen darf "GTA 4" sicherlich das Jahr der Action RPGs. Drei Spiele die ich mein Eigen nennen kann, mich jedoch so gar nicht reizten.
Wieder war es ein Spiel das erst am Ende des Jahres veröffentlicht wurde, ich aber schon lange Zeit davor ins Auge gefasst hatte.
Borderlands fesselte mich von Anfang an, vor dem Rechner. Jetzt nicht wirklich wegen der Story, die zwar einfach und dadurch genial rüberkommt, sondern wegen der ganzen Machart.
Handgezeichneten Texturen und die mit merklich viel Liebe zum Detail erstellten Level, die einem, alleine der schieren Grösse wegen, mehrfach ein "wow" abverlangen.
Man sitzt wie ein kleines Kind hinter Maus und Tastatur wenn man in ein neues Gebiet vordringt. Man will dieses sofort erkunden und ausprobieren wo man überall hinkommt und auch wenn die Story nicht viel von sich Preis gibt, langweilig wird es nie.
Man kann definitiv sagen, hier wurde mit Pandora eine Welt erschaffen die das Potential für ein MMORPG oder sogar einen Film hat.
Gut gemacht Gearbox! Borderlands ist der Grund warum ich Shooter spiele und deshalb zurecht
"My Game of the Year 2009"
Dead Space 2008 stand eindeutig unter dem Zeichen PSP. "Midnight Club LA", "Patapon" und "God of War"
Alles Spiele die den Titel "Game of the Year" für sich beanspruchen könnten. Doch erst am Ende des Jahres wurde ein Spiel veröffentlicht, das diesen meiner Meinung nach voll verdient.
Dabei stand es anfangs gar nicht mal so gut um Dead Space, da von den Entwicklern von vornherein gesagt wurde, es wird aus dem Spiel nichts heraus geschnitten.
Jedoch erübrigten sich dann alle Befürchtungen und es hat den hässlichen USK Aufkleber bekommen.
Gut so, weil so genial liessen sich mutierte Zombies noch nie in ihre Bestandteile zerlegen
Aber das ist nur ein kleiner Bruchteil dessen, was Dead Space ausmacht.
Durch die wirklich gelungenen Script-Events, die selbst Half-Life 2 in die Schranken verweisen und die Tatsache, das man nicht wie ein Blöder durch die Gänge der USG Ishimura heizt, wird eine Stimmung aufgebaut das einem der Atem stockt.
Ausserdem ist der Wiederspielwert, durch die Military Suit und dem "unmöglich Modus" absolut gegeben.
Und deshalb
"My Game of the Year 2008"
BioShock Was Spiele anging, so war 2007 ein absolutes Traumjahr und die Entscheidung viel mir wirklich nicht einfach.
Wir haben uns in "Infernal" mit dem Teufel angelegt, uns in "Jericho" der Unterwelt entgegen gestellt und in "S.T.A.L.K.E.R." die radioaktiv verseuchte Zone von Tschernobyl unsicher gemacht.
Allerdings war es erst BioShock das mich 2007 aus der Reserve lockte. Aber auch nicht verwunderlich, wenn man in einer noch nie da gewesenen Szenerie wie Rapture unterwegs ist, mit Plasmiden einzigartige Skills in die Hand gelegt bekommt und eine Geschichte erzählt wird, die ihresgleichen sucht.
Auch wenn der Hype um BioShock zuvor sehr gross war und ich immer noch wehemend anfechte das es der Nachfolger von SystemShock ist, hat es meine Erwartungen voll erfüllt.
Aber wen wundert es wenn einem der Mund wässrig gemacht wird wie z.B. mit der Tatsache das mehrere Programmierer nur am Wasser herum gedoktert haben.
Deshalb eindeutig
"My Game of the Year 2007"
Condemned Criminal Origins 2006 wurde ein Titel released den ich bis heute für einen der grossartigsten überhaupt halte.
Wer damals das Glück hatte und sich in der einen Woche, in der das Spiel ohne USK Siegel im Laden stand, eine Version sichern konnte bzw. überhaupt eine Kopie besitzt, sollte diese in Ehren halten.
Condemned war der Geheimtipp und erzählt auf eine derart finstere, düstere und auf die Psyche gehende Geschichte, die selbst F.E.A.R. alt aussehen ließ.
Dabei war das entscheidende nicht die Gewalt im Spiel, sondern das man mehr oder weniger ohne Waffen und Munition herum lief, als "offizieller" Shooter alleine schon der erste Bruch der Norm. Und nicht der letzte.
Auch wird durch minimale Mittel eine so dichte Atmosphäre geschaffen die man wahrscheinlich nicht mal mit einem Katana Samuraischwert hätte schneiden können.
Condemned ist für mich ein bislang unerreichtes Meisterstück das dem Titel eigentlich nicht gerechtfertigt wird.
Dennoch ist für mich definitiv
"My Game of the 2006"
F.E.A.R. First Encounter Assault Recon Doom3 hat es vorgemacht, F.E.A.R. hat noch einen drauf gesetzt und dank eines kleinen Mädchens, 2005 die Szene das Fürchten gelehrt.
Wer sich bei Doom3 schon vor den aus dem Nichts erscheinenden Imps erschreckt hat, erlebte in F.E.A.R. einen wahren Alptraum aus psychoterror und verstörender Szenen, in denen man vor Schreck auf alles feuert was sich bewegt.
Ein heiden Spass
Auch stand man bis dahin einer noch nie so gut agierenden und bis heute für mich unerreichten Gegner-KI gegenüber, die einen derart unter Druck setzte, das man über jede Pause froh war.
Aber das nur am Rande. War es doch erst Alma, das kleine Mädchen, das F.E.A.R. zu dem gemacht hat was es ist. In bester "The Ring" Manier taucht die Figur immer wieder im Spiel auf und lässt einem kalte Schauer über den Rücken laufen.
Krönender Abschlussund bis dahin auch noch nicht erlebt, das live Erlebniss einer explodierenden Atombombe.
Sehr geil und darum
"My Game of the Year 2005"
Half-Life 2 Als bekannt wurde das ein Nachfolger zu Half-Life geplant ist, lief ein Raunen durch die Szene.
War es doch bislang "Der" Shooter schlechthin und galt als Meilenstein der Szene. Das musste erstmal überboten werden, doch was keiner für möglich hielt, da es de facto nur wenige Sequels schaffen das Original zu toppen, passierte.
Als 2003 schliesslich die ersten Gameplay Szenen veröffentlicht wurden, fiel mehr oder weniger der kompletten Spielebranche die Kinnlade runter.
Was Half-Life für die 90er war, ist Half-Life 2 für die 2000er und hob den Shooter abermals auf eine gänzlich neue Ebene.
Gescriptete Events wie aus einem Bilderbuch, fein detailierte Gesichtsmimik die man davor nur von vorgerenderten Zwischensequenzen kannte und "fast" reale Physik Verhältnisse dank der neuen Source Engine.
Das ganze ist allerdings nichts im Vergleich zu der wohl besten Story die je in einer Shooter-Serie erzählt wurde. Da ich gegenwärtlich schreibe, zähle ich die beiden Addons dazu.
Half-Life 2 war seiner Zeit, wie damals schon Half-Life, weit vorraus und hat 2004, verdient, sämmtliche Preise abgeräumt. Für mich bis heute einer der besten Shooter überhaupt.
Deshalb ohne Zweifel
"My Game of the Year 2004"
Max Payne 2 The Fall of Max Payne Zu Max Payne muss man im Endeffeckt eigentlich nicht mehr schreiben. Das Spiel das die Bullet-Time erfunden, in die Spielewelt gebracht und dem Spieler eine derart tiefe Storyline geboten hat, wie man sie bis dato aus nur sehr wenigen Shootern kannte.
Umso mehr war man auf den zweiten Teil gespannt, wie die Story fortgeführt wird und was sich am Gameplay getan hat.
Auch wenn die Enttäuschung gross war, das nicht mehr Sam Lake (der Autor und einer der Game-Designer) Max sein Gesicht geliehen hatte, sondern Timothy Gibbs, so ist "The Fall of Max Payne" dennoch ein würdiger Nachfolger.
Wohl auch darum, das ausser der Engine und dem neuen Gesicht, nicht viel geändert wurde. Die Story, mit den gewohnten und liebgewonnenen "Film-Noir" Szenen zwischen den spielbaren Leveln, geht fast nahtlos über und Max Payne Veteranen finden sich mit dem kaum veränderten Gameplay schnell zurecht.
Das macht Max Payne 2 einfach sympatisch und ist darum